Litomysl Die moderne Architektur záložky a sdílení

Die moderne Architektur

Neben wichtigen historischen Sehenswürdigkeiten finden Liebhaber der Baukunst in Leitomischl auch interessante und hochwertige Zeugnisse der Architektur des 20. Jahrhunderts. Der Aufschwung der Stadt nach der Entstehung der Tschechoslowakei brachte die Entwicklung neuer Stadtteile (namentlich der Masaryk-Siedlung) mit sich. Die Neubauten aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg trugen allerdings alle negativen Züge der zeitgenössischen Architektur: Ideenmangel, häufige und große Rücksichtslosigkeit gegenüber dem historischen Milieu (Plattenbauten hinter dem Komensky-Platz, Hotel Dalibor, Straßendurchführung I/35). Eine neue und gediegene Architektur entstand vor allem erst wieder in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Die Architektur vor dem Zweiten Weltkrieg
Die neuzeitliche Architektur begann schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, das Gesicht der Stadt zu verändern, als einige Bürogebäude (Postamt 1858, Kreisgericht in der heutigen Ropkova-Straße 1865-67) und das Krankenhaus (1872-74) errichtet wurden. Nach der Jahrhundertwende war der Bau des Smetana-Hauses das wahrscheinlich bedeutendste Vorhaben, in dessen Nachbarschaft bald darauf eine Mädchenschule entstand (D. Hnidek, Baumeister J. Kreml, 1906), der die alte Herrschaftsmühle mit ihrem Turm weichen musste. Für die Stadt war auch die Eröffnung des Volkshauses von Bedeutung.

In den nachfolgenden Jahren wurde hauptsächlich in der neuen Masaryk-Siedlung gebaut. Zum Blickfang des neuen Stadtviertels wurde das neue Gymnasium (Prof. Ausobsky, Baumeister F. Rudolf, 1922-23), das schrittweise mit weiteren Bauten (Kreisamt) umgeben wurde. Die Gewerbeschule (J. Tymich, Baumeister F. Ètrnacty, 1929) wurde bereits im modernen Baustil erbaut. Auch in anderen Stadtteilen, die sich vor allem dank der Villenbebauung rasch erweiterten, entstanden neue Gebäude (Turnhalle des Vereins "Sokol" in der Fügner-Siedlung, 1925).

Die Architektur der 90er Jahre
Im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wuchsen in Leitomischl einige Beispiele für eine gelungene moderne Architektur heran. Es finden hier Ausschreibungen für neue Bauprojekte statt, an denen unsere besten Architekten teilnehmen.

Es wurden neue Grundschulen errichtet (z.B. die 3. Grundschule nach dem Projekt des Brünner Büros Burian-Krivinka) und auch das Areal der Schule für Restauratoren mit dem Roten Turm wurde umgebaut (M. Hulec). Die Anzahl der Sporteinrichtungen erweiterte sich um die städtische Sporthalle an der 3. Grundschule (Burian-Krivinka) und die Tennis- und Squash-Halle (P. Hrusa, P. Pelcak). Außerdem steht noch das Sportareal in Libanky vor der Vollendung.

Selbstverständlich werden auch neue Wohnungen gebaut. Am Krankenhaus entsteht ein neues Wohnviertel, dessen erster Block mit modernen Wohnhäusern bereits seinem Zweck dient (M. Rudis, V. Rudis; ein neuer Wohnblock wird nach den Plänen von J. Pleskota errichtet).

In einer modernen, aber in Bezug auf das historische Milieu sensiblen Auffassung wird auch die Sanierung des Stadtzentrums durchgeführt. Ein Beispiel ist die Renovierung der Pflasterung auf dem Smetana- und dem Toulovec-Platz und in den anliegenden Straßen sowie der "Reitertreppe" an der Kirche (alles von Burian-Krivinka) oder in der neuen Gasse unter dem Schloss (Z. Vydrova). Das wichtigste Bauvorhaben dieser Art war ohne Zweifel die Sanierung der Klostergärten.

Die Stadt erweitert sich ständig. Dieses geschieht nicht nur dank der Reihenbebauung mit Einfamilienhäusern sondern auch dank der Investitionen in die Industrie (Erweiterung des Betriebsgeländes der Firma Vertex usw.). Die nahe Zukunft wird sicherlich auch weitere mehr oder weniger interessante Bauprojekte bringen. Die Qualität und Beständigkeit der neuen Bauwerke muss sich - angesichts der Denkmäler der tausendjährigen Geschichte Leitomischls - allerdings erst im Laufe der Zeit erweisen.

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