Litomysl Die Kirche der hl. Anna und der städtische Friedhof záložky a sdílení

Die Kirche der hl. Anna und der städtische Friedhof

Die Friedhofskirche der hl. Anna ist ein Barockbauwerk aus den Jahren 1670-72, das unter der Ehefrau des Grafen Johann Friedrich von Trautmannsdorf, Marie Anna, geborene Berka von Duba und Lipe, erbaut wurde. Die Kirche wurde Ende des 18. Jahrhunderts hergerichtet (Vermauerung der Fenster im Presbyterium, Vorraum aus dem Jahre 1800) und 1872 renoviert. Die ursprüngliche Innenausstattung der Kirche aus den 70er Jahren des 17. Jahrhunderts hat sich teilweise erhalten (Seitenaltare), der heutige Hauptaltar stammt erst aus dem Jahre 1795 (das Altarbild der hl. Anna wurde vom Kuttenberger Maler J. Èolic gemalt).

Nach den josefinischen Reformen wurde der Friedhof rund um die Kirche bis 1831 an diese Stelle schrittweise übertragen; bis zu dieser Zeit hatte man nämlich schon ab 1448 bei der Propstkirche (bei der hl. Anna nur ausnahmsweise während der Pestseuchen) beerdigt. Seine heutige Ausdehnung erhielt der Friedhof durch eine Erweiterung in den Jahren 1887-90. Das Tor im Stil der Neurenaissance an der Seite zur Stadt wurde 1897 erbaut.

Auf dem städtischen Friedhof in Leitomischl findet man heute die Gräber vieler berühmter Persönlichkeiten und eine Vielzahl von künstlerisch interessanten Grabsteinen. Die Schriftstellerin Magdalena Dobromila Rettigova und eine ganze Reihe anderer Künstler, Wissenschaftler und bedeutender Stadtbewohner sind hier begraben. An der Kirchenmauer befinden sich die Gräber führender Mitglieder des Piaristenordens.

Ein interessanter Platz ist auch der fast vergessene jüdische Friedhof aus dem Jahre 1876, der sich nördlich der Stadtmitte befindet. Die jüdische Gemeinde in Leitomischl wurde während des Zweiten Weltkrieges vollständig liquidiert - in jener Zeit hat man vermutlich zum letzten Mal auf dem jüdischen Friedhof bestattet. (Ein anderes jüdisches Denkmal der Stadt, die Synagoge aus den Jahren 1909-10, musste dem Plattenbau am Komensky-Platz weichen.) Der Friedhof wird nicht gepflegt, sodass die meisten Grabsteine allmählich unter Laub und Lehm verschwinden.

Die Kirche der hl. Anna und der städtische Friedhof


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